Behandlungsmöglichkeit bei trockenen Schleimhäuten

Wenn ausschließlich die Schleimhäute betroffen sind, können manchmal lokal befeuchtende Maßnahmen und Behandlungen, wie künstliche Tränenflüssigkeit oder künstlicher Speichel, neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr ausreichend sein, um das Sjörgen-Syndrom zu therapieren. Weitere Tipps sind zum Beispiel Mundspülungen mit Speiseöl oder das Kauen von Kaugummis.

Helfen diese Behandlungsmöglichkeiten nicht, kommen lokale Medikamente wie Nasensprays oder Augentropfen (z. B. Cyclosporin A, Kortison beim Auge) zum Einsatz. Nasenöle lindern oft die Beschwerden durch Nasentrockenheit. Für die Nacht sind Augengele oder –salben häufig besser geeignet als künstliche Tränen, weil ihre Wirkung länger anhält.

 

Gelenkschmerzen behandeln

Ein häufiges Symptom des Sjörgen-Syndroms sind auch Gelenkschmerzen. Dagegen helfen oft entzündungshemmende Schmerzmittel. Wichtig ist hier, dass die Schmerzbehandlung durch den Arzt gesteuert und kontrolliert wird, um unerwünschte Nebenwirkungen auszuschließen.

Therapie mit systemischen Medikamenten

Sind lokalen Therapien mit z.B. Nasenspray und Augentropfen nicht ausreichend, werden systemische Medikamente gegeben die das Immunsystem dämpfen (Immunsuppressiva), z. B. Parasympathomimetika (Pilocarpin), Hydroxychloroquin sowie weitere je nach zusätzlich befallenen Organen (z. B. Methotrexat, Cyclophsophamid).

Leider gibt es bis heute keine Möglichkeit, der Entstehung des Sjögren-Syndroms vorzubeugen.

 

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