Schwangerschaft bei Lupus Erythemtodes

Da viele der Patienten junge Frauen sind, steht häufig die Frage nach einer Schwangerschaft im Raum. Im Gegensatz zu früher wird Patientinnen bei Lupus Erythematodesvon einer Schwangerschaft nicht mehr grundsätzlich abgeraten, zumal es Medikamente gibt, mit denen man mittlerweile ausreichend Erfahrung hat, um sagen zu können, dass deren Einnahme während einer Schwangerschaft nach Abwägung aller Punkte zu rechtfertigen ist.

Besonders wichtig ist es, dass Lupuspatientinnen bereits vor, während und nach der Schwangerschaft durch erfahrene Ärzte, meist mehrerer Fachrichtungen, betreut werden, um das Gesamtrisiko, eine Therapienotwendigkeit und die Prognose sowohl für Mutter als auch Kind einzuschätzen.

Die genauen Auswirkungen einer Schwangerschaft auf die Lupuserkrankung der Mutter können nicht konkret definiert werden, da sie von mehreren Faktoren abhängig sind (z.B. ist der Lupus aktiv, gibt es eine Nierenbeteiligung) und die meisten Untersuchungen/Studien nur eine geringe Aussagekraft haben.

Wesentlich ist jedoch die Erkrankungsaktivität vor der Schwangerschaft. Ist der Lupus in den Monaten vor der Empfängnis aktiv,  ist das Risiko für einen Schub in der Schwangerschaft deutlich erhöht. Eine bestehende Antimalariamittel-Therapie sollte in der Schwangerschaft nicht abgesetzt werden, um die Gefahr eines Schubes zu vermindern.

Sexualität bei Lupus Erythematodes

Durch die oft chronische Erschöpfung ist bei vielen Patienten die Lust auf Sex verringert, was nicht selten zu Spannungen innerhalb der Beziehung führt. Es ist wichtig, diese Problematik offen in der Beziehung und mit dem behandelnden Arzt anzusprechen und sich im Bedarfsfall psychologische oder psychotherapeutische Hilfe zu holen.

 

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