Varianten der Dermatomyositis

Dermatomyositis und Polymyositis unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, dass die Dermatomyositis sowohl die Haut als auch die gestreifte Skelettmuskulatur betrifft, wohingegen die Polymyositis nur die Muskulatur betrifft.

Je nach Alter des Patienten, Krankheitsverlauf sowie assoziierten Erkrankungen unterscheidet man 3 Formen der Dermatomyositis:

  • Juvenile Dermatomyositis ist die Dermatomyositis, die in jungen Jahren (Jugend), oft in Begleiterscheinung von Magen-Darm Problemen, auftritt.
  • Adulte Dermatomyositis ist die klassische Dermatomyositis Erkrankung bei Erwachsenen. Die juvenile und die adulte unterscheiden sich in ihren Symptomen kaum. Bei Erkrankungen im Erwachsenenalter ist jedoch besonders wichtig zu erwähnen, dass hier die Erkrankung als Vorbotin von bösartigen Krankheiten (Krebs) auftreten kann
  • Die Paraneoplastische Dermatomyositis ist eine Dermatomyositis, die im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung auftritt, aber nicht von dieser direkt verursacht wird. Die sogenannte fakultative Paraneoplasie erfordert genaueste Durchuntersuchenden (Screenings).

 

Symptome bei Dermatomyositis und Polymyositis

Typisch Symptome bei Dermatomyositis und Polymyositis sind die Hauterscheinungen sowie Beschwerden und Schmerzen im Bereich der Muskulatur. In schwierigen Fällen sind auch andere Organe betroffen. Die ersten Anzeichen sind oft nicht zuordbar, da die Betroffenen zu Beginn oft an Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche und Gewichtsverlust leider. Erst im weiteren Verlauf treten dann die typischen Beschwerden und Symptome auf.

Oft hat der behandelnde Arzt vor Diagnosestellung bereits einen Verdacht, da die Symptome in der Zusammenstellung meist recht typisch sind und auf eine Dermatomyositis hinweisen. Mittels zusätzlichen Untersuchungen lässt sich die Erkrankung sicher diagnostizieren und im weiteren behandeln.

 

Bei der Dermatomyositis kommen dreierlei klassische Hautveränderungen vor:

  • rötliche Verdickungen über den Fingergelenken (Gottron-Papeln),
  • eine fliederfarbene Rötung des Gesichtes (heliotropes Erythem; deswegen heißt die Erkrankung auch Lila-Krankheit)
  • sowie eine Rötung des Dekolletés und der Schultern (Shawl-Sign).

 

Muskelbeschwerden bei Dermatomyositis und Polymyositis

Typische Symptome sind Schmerzen in den stammnahen Muskeln, also in den Oberarmen und Schultern sowie in den Oberschenkeln oder am Gesäß. Diese Schmerzen treten symmetrisch auf, das heißt, auf beiden Seiten gleichzeitig. Jegliche Tätigkeiten, wie Stiegen steigen oder Wäsche aufhängen, sind nur noch unter Schmerzen oder gar nicht mehr möglich.

Weiters können bei einer Dermatomyositis und Polymyositis auch die Augenmuskulatur, die Rachen- und Atemmuskulatur betroffen sein. Bei letzterem kann es im Ernstfall zu Schluckstörungen und Atemnot kommen.

 

Organschäden bei Dermatomyositis und Polymyositis

Die Dermatomyositis kann neben Haut und Muskeln auch andere Organe betreffen. In erster Linie ist hier der mögliche Befall von Herz und Lunge zu erwähnen, was zu gefährlichen Komplikationen, wie Herzbeutelentzündung, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder bei der Lunge zu Lungenfibrose oder Lungenentzündung führen kann.