ACR Kriterien
ACR ist die Abkürzung zweier Institutionen, dem American College of Radiology und dem American College of Rheumatology von denen Kriterien festgelegt wurden, die für die Diagnosebeurteilung von verschiedenen Rheumatischen Erkrankungen dienen.

Apherese
Apherese bezeichnet ein Blutreinigungsverfahren außerhalb des Körpers, bei dem krankmachende Bestandteile aus dem Blut oder Blutplasma entnommen werden und das gereinigte Blut dem Patienten im Anschluss wieder zurückgeführt wird.

Autoimmunkrankheit
Bei Autoimmunerkrankungen wendet sich das eigene Immunsystem gegen den eigenen Körper. In westlichen Ländern sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung von irgendeiner Autoimmunkrankheit betroffen, die häufigsten sind Schuppenflechte, rheumatoide Arthritis und Morbus Basedow.

Azathioprin
Azathioprin ist ein Wirkstoff, der das Immunsystem beziehungsweise die Immunabwehr unterdrückt. Es wird vor allem bei Autoimmunerkrankungen, wie Kollagenosen (chronischen Entzündungen), eingesetzt.

Baricitinib
Baricitinib ist ein entzündungshemmender Wirkstoff der positiv auf das Immunsystem wirkt. Er wird für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt.

Belimumab
Belimumab ist ein Antokörper, der zur Therpie von systemischen Lupis erythematodes eingesetzte wird.

Bindegewebe
Unter Bindegewebe versteht man verschiedene Gewebetypen die überall im Körper vorkommen. Das Bindegewebe ist für den Körper sehr wesentlich, denn es hält zum einen die Organformen aufrecht und dient somit als Stützfunktion und zum anderen hat es eine Abwehrfunktion gegen Krankheitserreger.

CDLE
CDLE bedeutet chronisch diskoider Lupus erythematodes. Beim kutanen Lupus erythematodes ist meist nur die Haut betroffen.

Cyclophosphamid
Der Wirkstoff Cyclophosphamid wird unter anderem zur Behandlung von schweren Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Durch Einnahme von Cyclophosphamid bekommen die Patienten die schwere Erkrankung schnell in den Griff. Nach Linderung wird dieser Wirkstoff jedoch nach bestimmter Zeit durch ein anderes Medikament ersetzt.

Dermatomyositis
Dermatomyositis ist eine Muskelerkrankung bzw. Muskelentzündung, bei der auch die Haut angegriffen wird. Sie gehört zur Gruppe der Kollagenosen.

Ekzeme
Ekzeme sind entzündete Hautstellen, die meist mit zusätzlichen Beschwerden einhergehen.

Erhaltungstherapie
Unter Erhaltungstherapie versteht man eine ergänzende oder unterstützende, über mehrere Jahre andauernd oder lebenslängliche Therapiemaßnahme.
Ziel dieser Therapieform ist es, das Wiederkehren der Krankheit zu verhindern.

Erythem
Ein Erythem ist eine entzündliche Rötung der Haut infolge verstärkter Durchblutung durch Gefäßerweiterung.

Fakultative Paraneoplasie
Fakultativen Paraneoplasien der Haut sind Hauterkrankungen, die in manchen Fällen mit Neoplasien (=Neubildung von Gewebe) innerer Organe oder des blutbildenden Systems auftreten.

Gadolinium
Das Element Gadolinium verstärkt bei der MRT-Untersuchung den Kontrast.

Gestreifte Skelettmuskulatur
Die gestreifte Skelettmuskulatur oder quergestreifte Muskulatur (Bewegungsmuskulatur) ist für die Motorik, also die willkürlichen aktiven Körperbewegungen (zB Bewegung der Arme und Beine) des Körpers verantwortlich.

Gottron Papeln
Gottron’sche Papeln sind ein Syndrom der Dermatomyositis. Es sind flache, rötlich-livide Papeln unterschiedlicher Größe auf den Streckseiten von Händen und Fingern.

Immunsuppressiva
Immunsuppresiva sind Substanzen die die Funktionen des Immunsystems hemmen.

Hautbiopsie
Eine Hautbiopsie ist die Entnahme einer Gewebeprobe aus der Haut. Sie ermöglicht die anschließende dermatopathologische Beurteilung.

Immunsystem
Das Immunsystem ist das biologische Abwehrsystem des Menschen. Es dient dazu, Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten abzuwehren und so den Körper vor Infektionen zu schützen.

Kollagenosen
Kollagenosen sind Autoimmunerkrankungen, bei der sich unser Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Dies führt zu einer Entzündung in den Gelenken, Muskeln, Sehnen, im Bindegewebe aber auch in den Blutgefäßen und diversen inneren Organen.

Kortison
Kortison ist ein Steroidhormon der Nebennierenrinde des Menschen, welches auch synthetisch hergestellt werden kann. Das Medikament Kortison wird vor allem bei Entzündungen im menschlichen Körper eingesetzt.

L-Tryptophan
L-Trypothan ist eine essentielle Aminosäure, die vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet werden kann und somit mit der Nahrung aufgeommen werden muss. Sie wirkt wie ein natürlicher Stimmungsaufheller und reguliert unter anderem den Schlaf.

LE
Der Lupus erythematodes (auch Schmetterlingsflechte genannt) ist eine seltene, meist schubförmig verlaufende Autoimmunerkrankung, bei der es auch zu Entzündungen an der Haut, den Gelenken, dem Nervensystem und den Organen kommen kann.

Lila Krankheit
Unter der Lila Krankheit versteht man auch die Dermatomyositis. Bei Dermatomyositis handelt es sich um eine entzündliche Krankheit, bei der das körpereigene Immunsystem sowohl die Haut als auch die Muskulatur angreift.
Typische Symptome sind fliederfarbene Rötungen der Haut im Bereich von Gesicht, Dekolleté und Händen.

Methotrexat
Methotrexat gehört zur Gruppe der Zytostatika und Immunsuppressiva und wird zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.

Morphea
Unter Morphea versteht man zum Beispiel auch die typischen Hautflecken bei einer Sklerodermie.

Mycophenolat-Mofetil
Mycophenolatmofetil ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Immunsuppressiva und wird oft zur Behandlung der schweren Nierenbeteiligung bei Lupus Erythematodes (LE) eingesetzt.

Off-Label-Gebrauch
Der Einsatz eines Medikaments ist immer auf bestimmte Indikationen und Patientengruppen (z.B. nicht für Kinder oder Schwangere) beschränkt. Wird nun ein Medikament außerhalb dieser Zulassung eingesetzt, so spricht man vom off-label-use.

Pseudosklerodermie
Unter Pseudosklerodermie versteht man eine Verhärtung der Haut mit der eine eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke einhergeht.

Raynaud Phänomen
Unter dem Raynaud-Syndrom versteht man plötzliche Durchblutungsstörungen der Finger oder Zehen. Kennzeichnend für diese Krankheit sind blasse und kalte Finger, die sich auch taub anfühlen oder sogar schmerzen.

Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke.

Rituximab
Rituximab wird zur Behandlung von rheumatoider Arthritis eingesetzt.

Screening
Unter Screening versteht man ein systematisches Testverfahren, das eingesetzt wird, um innerhalb eines definierten Prüfbereichs Elemente herauszufiltern, die bestimmte Eigenschaften aufweisen.

Schirmer Test
Der Schirmer Test dient zur Messung der Tränenproduktion. Er wird unter anderem bei Verdacht auf das Sjörgen Syndrom angewandt.

Schleimhäute
Unter Schleimhaut versteht man eine Schleimabsondernde Haut, die sich als Schutzschicht an den Wänden aller Hohlorgane sowie an den Geschlechtsorganen, der Nase und dem Mund befindet.

Serologische Kriterien
Die Serologie beschäftigt sich mit den Reaktionen zwischen Antigenen und Antikörpern. Da oft klinische Kriterien nicht ausreichen, um eine bestimmte Krankheit (zb Autoimmunkrankheiten) zu diagnostizieren, werden auch serologische Kriterien (Laboruntersuchungen) herangezogen, um Krankheitserregen zu identifizieren.

Sharp Syndrom
Das Sharp Syndrom, auch Mischkollagenose oder MCTD genannt, ist eine Kollagenosenerkrankung mit einer Mischung aus Lupus erythematodes, systemischer Sklerodermie, Polymyositis und rheumatoider Arthritis.

Shulman Syndrom
Unter Shulman Syndrom versteht man die Entzündung der Faszien, der Muskulatur und deren umgebendes Bindegewebe.

Sjörgen Syndrom
Das Sjögren-Syndrom gehört zu den Autoimmunerkrankungen (Kollagenosen). Es kommt zu Entzündungen von Tränen- und Speicheldrüsen was zum Austrocknen der Schleimhäute führt.

Sklerodermie
Sklerodermie bedeutet übersetzt „harte Haut“. Bei dieser Kollagenosenkrankheit kommt es zu Bindegewebsverhärtungen der Haut und in manchen Fällen auch der Organe.

Systemischer Lupus Erythematodes
Beim Systemischen Lupus erythematodes kommt es zu chronischen Entzündungen an der Haut, den Gelenken, dem Nervensystem und den inneren Organen.

Szinitigrafie
Die Szintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung bei der radioaktiv markierte Substanzen (Radiopharmaka) eingesetzt werden, um die Funktion und den Stoffwechsel von Organen, Geweben und des Knochens zu beurteilen. Die Verteilung der Substanzen können in den verschiedenen Organen des Körpers bildlich dokumentiert werden, wodurch bestimmte Erkrankungen und deren Ursache genauer definiert und effektiver behandelt werden können.

TNF Blocker
TNF-Blocker sind Arzneistoffe, die Entzündungsprozesse hemmen.

U1 RNP
U1-RNP sind Autoantikörper und entscheidend für die Diagnose einer Mischkollagenose oder eines systemischen Lupus erythematodes.

UCTD
UCTD heißt „undifferentiated connective tissue disease“ und bedeutet Mischkollagenose.

Zyanose
Eine Zyanose kann ein Symptom für eine chronische Erkrankung sein, bei der es zu einer violetten bis bläulichen Färbung der Haut, der Schleimhäute, der Lippen oder der Fingernägel kommt.