Polymyositis und Dermatomyositis gehören zu den Kollagenosen und sind Autoimmunerkrankungen. Nachdem der Arzt die Diagnose anhand der Symptome und Blutbefunde gestellt hat, ist es wichtig, die akute Krankheitsphase zu beenden, um Organschäden zu vermeiden. Eine Behandlung, die zur Heilung dieser Krankheit führt, gibt es für die Dermatomyositis nicht. Ziel ist es, mit verschiedenen Therapiemaßnahmen die Krankheit aufzuhalten und die Symptome zu reduzieren.

 

Medikamentöse Behandlung von Polymyositis und Dermatomyositis

Im Regelfall erfolgt die Behandlung zu Beginn über einen bestimmten Zeitraum mit Kortison, wodurch die Entzündungen im Körper abklingen. Durch regelmäßige Kontrolle der Blutwerte können die Entzündungswerte kontrolliert und die Kortison-Dosis darauf eingestellt werden.

Um dessen Nebenwirkungen gering zu halten, sollte diese Therapie von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden.

Wenn die Einnahme von Kortison nicht ausreicht, um die Dermatomyositis-Symptome zu lindern, erhalten Patienten zusätzlich ein Immunsuppressivum im Rahmen einer ErhaltungstherapieDiese soll bewirken, dass die Erkrankung dauerhaft unterdrückt wird und die Patientinnen und Patienten wieder in ihren Lebensalltag zurückkehren können.

Neben lange bekannten ImmunsuppressivaSubstanzen, wie Azathioprin, Mycophenolat-Mofetil, Methotrexat, Cyclophosphamid, die geschluckt werden, gibt es auch folgende Therapiemöglichkeiten:

  • Immunglobuline über die Vene (z. B. Rituximab, Cyclophosphamid): Hier werden dem Patienten spezielle Antikörper (Immunglobuline) verabreicht, wodurch sich das Immunsystem gezielt an den Stellen bekämpfen lässt, wo die Fehlfunktionen vorliegen.
  • Einsatz von aufwendigen, besonders kostspieligen Verfahren wie einer Apherese

 

Teils sind diese Therapien nicht direkt für Dermatomyositis und Polymyositis zugelassen, jedoch für andere Erkrankungen, sie werden dann im sogenannten Off-Label-Gebrauch angewandt.

Welche der vielen Therapien für den einzelnen Patienten am sinnvollsten ist, hängt von vielen Faktoren ab und sollte idealerweise in enger Kooperation der jeweiligen Fachrichtungen getroffen werden.

 

Bewegung und Physiotherapie

Neben der medikamentösen Behandlung von Polymyositis und Dermatomyositis, können Bewegung und Physiotherapie ebenfalls zu einem gesteigerten Wohlbefinden, durch die Stärkung der Muskeln, verhelfen.

 

Weitere Maßnahmen bei Polymyositis und Dermatomyositis

  • Wie bei vielen Erkrankungen spielt auch bei einer Myositis ein gesunder, ausgewogener Lebensstil mit ausreichend Schlaf eine große Rolle.
  • Ebenso wichtig und ratsam ist konsequenter Sonnenschutz, da die Erkrankung häufig lichtempfindlich macht.
  • Sind ausgeprägte, lokalisierte Hautsymptome vorhanden, können diese zusätzlich mit einer Kortisonsalbe behandelt werden.
  • Um Osteoporose vorzubeugen sollte man zusätzliche Kalzium und Vitamin-D Präparate einnehmen.
  • Weitere Tipps bei Polymyositis und Dermatomyositis

 

Leider gibt es bis heute keine Möglichkeit, einer Polymyositis oder Dermatomyositis vorzubeugen.

 

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